BAGSO Projekt "Im Alter IN FORM - Gesunde Lebensstile fördern"
Forschungsergebnisse belegen, dass eine gesunde Ernährung bis ins hohe Alter das Wohlbefinden fördert und ernährungsbedingten Erkrankungen vorbeugt.
Außerdem bestätigen sie, dass ältere Menschen durch ein gezieltes Bewegungstraining ihre Selbständigkeit länger aufrechterhalten und ihr Sturzrisiko deutlich mindern können.
Daher unterstützen die BAGSO und ihre Mitgliedsverbände die Initiative Deutschland IN FORM und bieten Schulungen für Multiplikatoren, Akteure und Fachkräfte in der Seniorenarbeit an.
Mit den Schulungen werden Informationen und Anregungen für eine vollwertige Ernährung, sachgerechte Mundpflege und angemessene Bewegung vermittelt.
Darüber hinaus werden Aktivitäten und Maßnahmen erarbeitet, wie Eigenverantwortlichkeit für eine gesunde Lebensweise, d.h. vollwertige Ernährung und ausreichende Bewegung, gestärkt werden kann.
http://projekte.bagso.de/fit-im-alter/startseite.html
Liberaler Senior – organisiert Internationale Grüne Woche in Berlin
Mitte - Dietram Franke mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht
Dietram Franke - Landesvorsitzender der Liberalen Senioren in Thüringen, ist bei der Vorbereitung der Präsentation von Lebensmittelfirmen aus Thüringen auf der Internationalen Grünen Woche seit Jahren mit federführend. Als Verantwortlicher und Bevollmächtigter des Landkreises Weimarer Land organisiert er diesbezüglich die Firmen, sowie auch Pressekonferenzen. Selbstverständlich ist Hr. Franke auch als Standpersonal Ansprechpartner für die Medien und Prominente aus Wirtschaft und Politik. Auf der IGW ist er vom 16.-30.01.2012 - Halle 5.2 Stände 250-258 zufinden. Wer will und kann, darf ihn gern besuchen.
Dietram Franke ist ein Beispiel, wie Senioren sich mit Ihren beruflichen Lebenserfahrungen auch in der Wirtschaftsförderung einbringen können.
Seniorenbrief 2011-3



17. Dez. 2011

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

über unseren Antrag AlterNsmanagement zum FDP-Bundesparteitag berichtet der Bundes-vorsitzende Detlef Parr: „Die liberalen Senioren, die als Delegierte am Parteitag der FDP in Frankfurt teilnahmen, zeigten sich mit dem Verlauf des zweiten Tages zufrieden. Im Mittel-punkt stand die Bildungsdebatte, bei der ein Antrag des LiS-Bundesvorstandes großen An-klang fand. Verfasser Bertold Bahner, Dr. Kurt Sütterlin, Nora Jordan-Weinberg und mir ge-lang es, in intensiven Beratungen, insbesondere mit dem bildungspolitischen Sprecher der Bundestagsfraktion Patrick Meinhardt, den Text so umzuformulieren, dass die Antragsteller bereit waren, ihn ohne Aussprache in den Leitantrag zu übernehmen. Der (damalige) Gene-ralsekretär Christian Lindner und die Stellv. FDP-Bundesvorsitzende Birgit Homburger be-grüßten die Vorstellungen der LiS zum AlterNsmanagement. Der Parteitag folgte aufmerk-sam meiner Begründung.
Danach soll an die Stelle der Begriffs Alter das Altern als lebenslanger Prozess treten, der mit der Geburt beginnt. Deshalb fordern wir die Einführung eines Laufbahnbegleitenden und altersgerechten Personalmanagements in Wirtschaft und Gesellschaft, gebunden an das Altern und nicht mehr an ein bestimmtes numerisches Alter. Wir appellieren an alle Arbeit-geberbereiche, auf freiwilliger Basis ein solches AlterNsmanagement sukzessive als Grundlage für eine nachhaltige Personalpolitik einzuführen.
Der Änderungsantrag konnte zwar aus Zeitgründen nicht mehr abgestimmt werden, wird aber bei der nächsten Sitzung des FDP-Bundesvorstandes beschlossen werden.“

Das Konzept AlterNsmanagement der Liberalen Senioren wurde von Bertold Bahner in den Arbeitskreis „Aktuelle Fragen der Seniorenpolitik“ der BAGSO eingebracht. Der Arbeitskreis hat auf seiner Sitzung am 28. Nov. in Bonn beschlossen, es in das BAGSO-Positionspapier „Altersgrenzen“ aufzunehmen, welches in Kürze verabschiedet und publiziert werden soll.
Ein weiterer Erfolg der LiS.


Silberlockenmarketing : Alter als Wirtschaftsfaktor und was die Alten davon haben, war der Titel, unter dem ein Seminar zur politischen Bildung der Stiftung Christlich-Soziale Politik e.V stattfand. Es ist erstaunlich, dass für uns Ältere immer wieder absonderliche Bezeichnungen erfunden werden: Gruppe50+ und 60Plus und Best Agers sind da auch nicht besser. Warum bleiben wir nicht einfach bei dem eingeführten Wort „Senioren“ ?


Ältere und Jüngere beim Sport: Der Niedersächsische LiS-Kreisverband Langenhagen begann mit einem Minigolfturnier die Zusammenarbeit mit Jungen Liberalen. Die Erkenntnis, dass die Erfahrung der Alten und das Temperament der Jungen eine gute Mischung sind, war im Voraus schon bekannt. Die Jungen waren zwar schnell, aber nicht sehr effizient; die Älteren spielten langsamer aber genauer. Daher wurde der Senioren-Landesvorsitzende Bernd Speich Sieger des Wettkampfes und den 2. Platz nahm ein 28jähriger ein. Zukünftig sollen gemeinsame Treffen mehr der politischen Arbeit gelten, aber Sport und Spaß werden nicht vergessen.



Unter Leitung von Eckart George (Sachsen) und Bertold Bahner (Saarland) wird das Thema „Mitgliederwerbung“ energisch bearbeitet. Dazu bitten die Herren um Info-Material aus den Landes- oder Kreisverbänden, um Ideen aufzunehmen, die eventuell bundesweit umgesetzt werden können. Falls Sie bereits Werbebriefe oder Ähnliches ausgearbeitet haben oder mit anderen Aktionen Erfolg hatten, melden Sie sich bitte bei:
Eckart George = eckart.george@t-online.de Tel. 03741 – 521134 oder
Bertold Bahner = lbbahner@t-online.de Tel. 0681 – 34173


Für alle Bundesfachausschüssen der FDP konnten wir Senioren als stimmberechtigte Mitglieder oder Experten benennen. Es gibt fünfzehn BFA´s, sie bearbeiten u. a. Anträge, die vom Bundesparteitag verwiesen wurden oder bereiten Vorlagen für die Bundestagsmitglieder vor. Seit vielen Jahren haben wir die Möglichkeit, Mitglieder unseres Verbandes in die Aus-schüsse vorzuschlagen. Die ganztägigen Sitzungen finden zweimal jährlich in Berlin statt, aber einige Unterausschüsse treffen sich auch mehrmals in anderen Städten. Leider können nur FDP-Mitglieder teilnehmen und die Kosten muss jeder selbst tragen. Sprechen Sie Ihren Landesvorsitzenden an, wenn Sie an einer Teilnahme interessiert sind. Im Herbst 2013 wird die nächste Benennung sein.


Termine:

Das Europäisches Jahr für aktives Altern und Solidarität zwischen den Generationen wird mit der Auftaktveranstaltung am 6. Februar in Berlin beginnen. Von Bundesministerin Dr. Kristina Schröder wird die Veranstaltung eröffnet, die mit Referaten, Foren und einem Markt der Möglichkeiten gestaltet wird.
Informationen erhalten Sie bei der gleichnamigen Geschäftsstelle Tel. 0231 – 7284 880 oder unter www.ej2012.de


21. – 22. April in Karlsruhe: Bundesparteitag der FDP
Wenn Sie als Gast teilnehmen möchten, melden Sie sich bei mir an.

3. – 5. Mai 2012 in Hamburg: DEUTSCHER SENIORENTAG
Unter dem Motto „JA zum Alter“ veranstaltet die BAGSO Vorträge, Podiumsdiskussionen und die Messe SenNova zu den Themen Mobilität, Vorsorge und Gesundheit. Die Liberalen Senioren werden sich auch mit einem Infostand präsentieren.
Veranstaltungsbüro Tel. 0228-2499 930 oder dst@bagso.de

16. – 20. Mai in Mannheim: Deutscher Katholikentag


Haben Sie auch Berichte, eventuell mit Foto, aus Ihrem Kreis- oder Landesverband, dann bitte ich um Zusendung: per Post, Fax oder Email. Sicherlich interessiert es auch Andere zu erfahren, welche Veranstaltungen oder Vorträge bei Ihnen stattfinden. Und manche Idee kann von einem anderen Verband übernommen werden. Danke
Jetzt mit neuem Mut standfest nach vorne - Patrick Döring neuer Generalsekretär -

Die Liberalen Senioren (LiS) begrüßen die schnelle Entscheidung des Bundesvorsitzenden Dr. Philipp Rösler über den neuen Generalsekretär.
Patrick Döring steht für Geradlinigkeit und er tritt authentisch auf.
Die LiS erwarten von ihm endlich mehr Verständnis für die Älteren in unserer Gesellschaft und eine überzeugende Ansprache. Wer die größte Bevölkerungsgruppe nicht erreicht, wird aus dem Tief nicht herauskommen. Liberale Senioren verfügen über das Wissen und die Themenfelder und stehen zur Mitarbeit bereit.

Die LiS bedauern den Rücktritt des Generalsekretärs Christian Lindner, dessen Auftreten der FDP viel Zuspruch gebracht hat. Es ist ein unübersehbares Signal, endlich wieder zur Geschlossenheit zurückzufinden.

Der Mitgliederentscheid hat zwar zu einer lebhaften innerparteilichen Debatte geführt, letztendlich aber hat es mehr Verlierer als Gewinner gegeben und in der Sache kein neues Profil. Jetzt ist – wie von den Liberalen Senioren seit Monaten gefordert – Standfestigkeit gefragt. Persönliche Verletzungen müssen ein Ende haben.

Detlef Parr
Bundesvorsitzender
Bundesparteitag der FDP vom 12. bis 13.11. in Frankfurt
Der auf Antrag des Landesverbandes Saarland von der Bundesdelegiertenversammlung der Liberalen Senioren in Stuttgart gefasste Beschluss zum AlterNsmanagement in Wirtschaft und Gesellschaft wurde auf dem Bundesparteitag der FDP als Änderungsantrag zum Leitantrag Bildung eingebracht. Dabei wurde er von der saarländischen FDP unterstützt. Detlef Parr hat ihn als Bundesvorsitzender der LiS vor dem Bundesparteitag hervorragend begründet. Auf Wunsch der Antragsteller des Leitantrages Bildung wurde der ursprüngliche Text angepasst und gekürzt. Er erhielt folgende Form:

„Das kalendarische Alter kann heute nicht mehr als entscheidendes Kriterium der beruflichen Leistungsfähigkeit gelten. Altern ist ein Prozess, auf den sich auch junge Menschen rechtzeitig einstellen müssen. Deshalb ist die Einführung eines laufbahnbegleitenden und alternsgerechten Personalmanagements erforderlich, in Wirtschaft und Gesellschaft. Ein solches AlterNsmanagement kümmert sich um jeden Mitarbeiter in jedem Alter. Es hat die Aufgabe, seine Leistungsfähigkeit auf jeder Altersstufe zu fördern durch ständige Weiterbildung, durch körperliche und geistige Gesundheitsförderung. Es eröffnet ihm berufliche Perspektiven und respektiert seine Lebensumstände. AlterNsmanagement ist mehr als berufliche Fortbildung, es ist ein Bildungsauftrag für eine humane Arbeitswelt und eine Schlüsselinvestition für die Zukunft.“

Dieser Text wurde vom Antragsteller übernommen. Es ist davon auszugehen, dass dieses Anliegen der Liberalen Senioren jetzt Beschlusslage der FDP auf Bundesebene ist. Ein großer Erfolg für die LiS.

Bertold Bahner

Zusatz:
Das Konzept AlterNsmanagement der Liberalen Senioren wurde von Herrn Bahner in den Arbeitskreis „Aktuelle Fragen der Seniorenpolitik“ der BAGSO eingebracht. Der Arbeitskreis hat in seiner Sitzung am 28. November in Bonn beschlossen, es in das BAGSO-Positionspapier „Altersgrenzen“ aufzunehmen, welches in Kürze verabschiedet und publiziert werden soll. Ein weiterer Erfolg der LiS.
Eurokrise
Eurokrise: politische versus ökonomische Rationalität
von Prof. Dr. Horst Schellhaaß, Universität zu Köln

Ein kleines Land wie Griechenland, dessen Wirtschaftsleistung gerade derjenigen Hessens entspricht, erschüttert nicht nur die Euro-Währungsunion sondern auch die globalen Finanzmärkte in ihren Grundfesten. Sind es politische Fehlentscheidungen oder die anonymen Marktkräfte, die den Euro in die Krise getrieben haben?

Die Ursachen für die Eurokrise sind zum einen mangelnde Haushaltsdisziplin und zum anderen mangelnde Wettbewerbsfähigkeit. Auf Griechenland und Portugal trifft beides zu, während Italien und Irland „nur“ unter einer erdrückenden Staatsverschuldung leiden.

Die immer größeren Rettungsschirme sind für Griechenland keine Hilfe, denn es werden nur private Gläubiger (Banken und Versicherer) durch staatliche (EZB und Rettungsschirme) ersetzt. Die Schulden Griechenlands bleiben unverändert bei etwa 400 Mrd. Euro. In Wahrheit ist es ein Programm zur Rettung von Banken und ihren Aktionären auf Kosten der Masse der Steuerzahler. Dies könnte man durch gezielte Hilfen für illiquide Banken viel billiger haben!

Griechenland kann nur durch eine Umschuldung geholfen werden. In einer Transferunion hat Griechenland – wie derzeit zu sehen - nahezu keine Anreize, strukturelle Änderungen vorzunehmen. Die Defizite entstehen dann jedes Jahr weiter – und immer mehr Länder werden diese Subventionen ebenfalls verlangen. Bei einem Staatsbankrott muss Griechenland dagegen seine Staatsausgaben zwangsläufig an die eigenen Steuereinnahmen anpassen. Aus diesem Grund ist eine geordnete Insolvenz aus ökonomischer Sicht die einzige überzeugende Lösung.

Ein Schuldenschnitt allein verbessert jedoch nicht die Wettbewerbsfähigkeit Griechenlands. Nach Berechnungen des Ifo-Instituts beträgt der Preisnachteil Griechenlands auf den Weltmärkten etwa 25 %. Bei einem Verbleib Griechenlands in der Eurozone müssten die Preise griechischer Leistungen und Produkte um etwa diesen Prozentsatz sinken. Diese Rosskur würde in Griechenland eine sehr lange Rezession hervorrufen. Die ersten zwei Jahre mit negativem Wachstum erleben wir gerade. Genau diese für die griechischen Bürger unvorstellbar harte Anpassungsvariante wird erstaunlicherweise von unseren Politikern gefordert, wenn sie für Griechenland den Euro beibehalten wollen.

Eine Währungsunion ist nichts anderes als die Zementierung der Wechselkurse auf Ewigkeit. Die historisch gewachsene Vielfalt der Kulturen in Europa zeigt sich in unterschiedlichen Mentalitäten, Lohnsteigerungen und Inflationsängsten. Die hieraus resultierenden Ungleichgewichte in den Zahlungsbilanzen sind in den Vor-Euro-Zeiten durch Auf- und Abwertungen einzelner Länder nachträglich ausgeglichen worden. Sie waren für den Bürger nahezu unmerklich. Jedes Land konnte seine eigenen Wertvorstellungen verwirklichen.

Diese gewohnten Reaktionsmuster auf wirtschaftliche Probleme sind durch die Währungsunion unmöglich geworden. In ihr ist die gesamte Wirtschafts- und Sozialpolitik dem Ziel des Erhalts der Wettbewerbsfähigkeit unterzuordnen. Dies hat Politiker und Wähler in den Krisenstaaten überfordert. Die Regierungen machten so weiter wie zuvor mit der Folge, dass die Ungleichgewichte in der Eurozone immer größer wurden.

Ein Austritt Griechenlands aus der Euro-Währungsunion mit einer nachfolgenden Abwertung um 25 % würde seine Wettbewerbsfähigkeit über Nacht herstellen. Die Hotelpreise würden für ausländische Gäste sofort sinken. Die Handelsbilanz wäre schnell positiv. Vor allem: Griechenland hätte dann wieder die Freiheit, ohne Einmischung der EU-Partner nach seiner eigenen Mentalität zu wirtschaften.

Fazit: Die Politik ist der ausschließliche Verursacher der Eurokrise. Sie ist erstens an ihrer Symbolpolitik gescheitert. Statt einer funktionsfähigen Währungsunion wird der Verbleib Griechenlands in der Eurozone als Ziel deklariert. Sie ist zweitens am Kurieren von Symptomen gescheitert. Die Rettungsschirme kurieren am Symptom mangelnder Liquidität, aber beheben keine Ursache. Die Politik ist drittens an der Eliminierung ökonomischer Anreize zum richtigen Verhalten auf Finanzmärkten gescheitert.

Eines ist sicher: Auf Dauer wird die ökonomische Rationalität über die politische Durchwurstelei siegen. Deshalb wird – nicht nur – Griechenland einen Schulden-schnitt vornehmen und aus der Euro-Währungsunion ausscheiden. Wenn die Regierungen Deutschlands und Frankreichs politischen Opportunismus weiterhin als wichtiger als ökonomische Gesetzmäßigkeiten erachten, ist ein Scheitern der Euro-Währungsunion vorprogrammiert. Sie wäre nicht die erste: Bisher sind 90 % aller Währungsunionen gescheitert.
Ein Wort zum Alter
„ JA zum Alter“ oder „Pro aktives Altern“ ist angesagt, so Helmut Witzel, Landesvorsitzender der liberalen Senioren Hessen.
Brauchen wir wirklich neue sprachliche Worthülsen wie aging? Ja und nein, den zwischenzeitlich will kein 50ger schon alt oder als Senior angesprochen werden. Auch hat die Diskussion unter den Seniorenverbänden über Ihr Logo begonnen.
Die vor Jahren erarbeiteten Vorschläge der WHO könnten hilfreich sein.

Nach den Vorschlägen der Weltgesundheits-Organisation (WHO) werden Altersgruppen kategorisiert in
„Ältere Menschen (60 – 75 jährige)“,
„Alte Menschen (75 – 90 jährige)“,
„Hochbetagte (sehr alte Menschen: über 90jährige)“ und
„Langlebige (über 100jährige)“.Unstrittig sind in allen Klassifikationen lediglich der Bereich nach dem 90. Lebensjahr als„Hochaltrige“ oder „Hochbetagte“

Der Beginn des gefühlten und tatsächlichen Alter hat sich in den letzten Jahren positiv entwickelt, so entwickelt, dass die Politik im Sinne unserer Kinder und Enkel
den Mut hatte, in naher Zukunft die Rente 67 beschlossen hat.
Für Liberale Senioren und andere ist der Zusatz 60+ und in wenigen Jahren 65+
mit Sicherheit akzeptabel.

Helmut Witzel
Landesvorsitzender
Liberale Senioren Hessen
Standortbestimmung der Liberalen Senioren
Aus Anlass des zehnjährigen Jubiläums des Bundesverbandes LiS haben wir damit begonnen, die Standortbestimmung der Liberalen Senioren fortzuschreiben. Das Thema “Generationen im Dialog” führt mitten in die aktuelle gesellschaftliche Diskussion, da alle größeren sozialen Projekte nur in einer übergreifenden Gesamtschau angegangen werden können. Unabhängig von der augenblicklich schwierigen Situation der FDP und damit auch der liberalen Sache legen die Liberalen Senioren Wert darauf, die schwierige Gradwanderung zwischen notwendiger Kritik und sachlich fragwürdiger Infragestellung liberaler Grundüberzeugungen zu meistern. Leicht gesagt scheint es, aber es ist eine Aufgabe gerade der älteren Generation von großem Ernst, Sachlichkeit und Vernunft mit liberaler Standfestigkeit zu verbinden und im Strudel von Vorurteilen und Antikampagnen den Kopf oben zu behalten. Auf jeden Fall gilt, wer in der Sache argumentieren will ist willkommen, ein Abgleich mit anderen Meinungen ist aber notwendig, bevor die FDP für Einzelmeinungen haftbar gemacht werden kann. Leider muss man damit rechnen, dass Leistungen gerade auch der Koalition und der FDP deswegen bewusst nicht wahrgenommen werden, weil sie aus diesem politischen Spektrum kommen. Wird Gleiches oder Ähnliches von anderer Seite vorgetragen, ist es diskussionswürdig, bedenkenswert und ... Wir Liberalen Senioren wollen mitreden und, wo es irgend geht, die Herrschaft des Vorurteils bekämpfen. Wir sollten uns daran erinnern, dass klare liberale Antworten nicht immer einfach und simpel auszudrücken sind. Wir sollten uns deshalb bemühen, mit allen über alles zu sprechen.

Dr. Sütterlin
(stellv. Bundesvorsitzender)
Stuttgarter Erklärung der Liberalen Senioren zur Bundesdelegiertenversammlung am 9. Juli 2011

10 Jahre Bundesverband Liberale Senioren
- Stuttgarter Erklärung vom 9. Juli 2011 -
„Für eine altersoffene moderne Gesellschaft“

I. Die LIBERALEN SENIOREN sehen im freien und selbst bestimmt handelnden Menschen ihr Credo. Freiheit, Verantwortung und Toleranz gilt hierbei für alle Lebensalter.

II. In einer Zeit, in der das reale Alter mehr und mehr an Bedeutung verliert, ist ein neuer gesellschaftlicher Blick auf das Alter und das Altern notwendig. Die vor-handenen defizitären gesellschaftlichen Altersbilder, die die Wahrnehmung von Alter, Älterwerden und die damit verbundene Vorstellung des Leistungsvermögens beschreiben, stehen mittlerweile im Gegensatz zur tatsächlichen physischen und psychischen Leistungsfähigkeit einer ganzen Generation. Die LIBERALEN SENIOREN fordern, Menschen wegen ihres Alters weder zu bevorzugen noch zu benachteiligen. Jeder Mensch muss auf die Bedürfnisse der mit ihm lebenden Generationen Rücksicht nehmen. Die sogenannte „Dritte Lebensphase“ mit Krankheit, Gebrechlichkeit und Hilfsbedürftigkeit gleichzusetzen, entspricht längst nicht mehr der Lebenswirklichkeit.

III. Die aktive Teilhabe Älterer in allen gesellschaftlichen und beruflichen Bereichen ist nicht nur wünschenswert, sondern im demographischen Wandel unabdingbar. Zeitgerechte und moderne Altersbilder bilden hierfür die Grundvoraussetzung. Die ältere Generation muss sich nicht nur beteiligen dürfen, sie muss sich auch beteiligen wollen. Die LIBERALEN SENIOREN stehen für eine aktive Dritte Lebensphase. Hierbei öffnet gerade die Zivilgesellschaft Freiheitsräume und neue Gestaltungsmöglichkeiten, die es auszubauen und zu nutzen gilt. Der Auf- und Ausbau von Informationsnetzwerken durch Freiwilligenagenturen, Seniorenbüros oder im Internet ist daher dringend erforderlich. Eine freie Demokratie lebt von aktiven Bürgerinnen und Bürgern jeden Alters.

IV. Der demographische Wandel ist Gegenwart und Zukunft: Wir sind zu einer alternden Gesellschaft geworden. Die LIBERALEN SENIOREN wollen den Anliegen der älteren Menschen in der Öffentlichkeit Gehör verschaffen und gleichzeitig ein generationenübergreifendes Denken und Handeln in Gesellschaft und Politik etablieren. Der demografische Wandel betrifft alle Teile der Gesellschaft und alle Altersgruppen. Politik für ältere Menschen muss daher als Teil einer übergreifen-den Generationenpolitik verstanden werden.

V. Im Interesse kommender Generationen braucht die Politik wieder eine Perspektive
von Jahrzehnten, nicht von Wahlperioden. Die LIBERALEN SENIOREN fordern
eine Politik mit Augenmaß und die Verankerung der Interessen kommender Generationen im Grundgesetz. Jedes Gesetz muss einer Nachhaltigkeitsprüfung hinsichtlich ökologischer, ökonomischer und sozialer Folgen für kommende und heutige Generationen unterzogen werden.

VI. Bildung ist in einer globalisierten Welt der entscheidende „Rohstoff“ unserer Zeit. Wissen, Erfahrung, berufliche und soziale Kompetenz sind die tragenden Säulen. Weiterbildung und Qualifizierung werden essentiell. Die LIBERALEN SENIOREN fordern, jedem jungen Menschen mit einer bestmöglichen Bildung, Ausbildung und Studium eine Perspektive für sein Leben zu eröffnen, aber im gleichen Maße den Focus auf das lebensbegleitende Lernen zu richten. Die persönlichen Talente und Begabungen müssen nicht nur frühzeitig erkannt und gezielt gefördert werden – sie müssen auch lebenslang ausgebaut und dem Stand der Entwicklung angepasst werden, zum Wohle der gesamten Gesellschaft und zur Sicherung des Fachkräftepotentials. Die demographische Entwicklung mit dem zunehmenden Älterwerden unserer Gesellschaft zwingt uns zu einem positiven Einstellungswechsel gegenüber der Erwerbstätigkeit älterer Menschen überhaupt.

VII. Der hohe Anteil der Senioren in der Gesellschaft wird in den kommenden Jahren und Jahrzehnten beständig steigen, die Altersstruktur der Bevölkerung in Deutsch-land wird sich stark verändern, die Alterspyramide wird quasi auf den Kopf gestellt. Gleichzeitig wird die Gesamtbevölkerung bis zum Jahr 2050 von ca. 82 Mio. auf voraussichtlich 68 Mio. sinken. Die LIBERALEN SENIOREN fordern, diese Her-ausforderung anzunehmen und den Generationenvertrag neu zu diskutieren. Der Zusammenhalt der Generationen muss neu definiert werden. Hierzu gehört auch die Gestaltung der sozialen Sicherungssysteme, die sowohl für den Einzel-nen wie für den Wirtschaftsstandort Deutschland essentiell sind.

VIII. Nicht nur die Altersstruktur, auch die kulturelle Identität wird künftige Generationen vor Herausforderungen stellen.Das Bekenntnis zur Pluralität der Gesellschaft ist das Bekenntnis zur Pluralität der Altersbilder, welches kulturelle Besonder-heiten und höchstpersönliche Lebensentwürfe anerkennt. Die LIBERALEN SENIOREN fordern, die Vielfalt und Hintergründe älterer Menschen sehr viel stärker zu beachten.

IX. Der demografische Wandel stellt neue Herausforderungen an die alternde Gesell-schaft. Besonders die Barrierefreiheit auf allen Gebieten, sei es im Wohnungs-bau, im ÖPNV oder im Internet, muss verbessert werden, um möglichst lange ein Leben in Selbständigkeit zu ermöglichen. Die LIBERALEN SENIOREN fordern, die Ausbildung von Architekten, Ingenieuren und Stadtplanern etc. so zu gestalten, dass die Belange der Barrierefreiheit Eingang in die Ausbildungscurricula finden. In unserer älter werdenden Gesellschaft müssen Wohnungen, Straßen, öffentliche Gebäude, Verkehrs-, Kultur- und sonstige Einrichtungen barrierefrei gestaltet sein. Die Berücksichtigung dieser Belange hilft Senioren, Menschen mit Behinderungen aber auch der Mutter mit einem Kinderwagen. Der Erhalt von Selbständigkeit entspricht dem Willen der Menschen und spart der Allgemeinheit Kosten.

X. Von den 500 Millionen Bürgern der Europäischen Union sind weit über 100 Mio. Bürger älter als 60 Jahre. Mehr als ein Fünftel der Bevölkerung; Tendenz rasant steigend. Das Altern der europäischen Gesellschaft ist somit eine zentrale Heraus-forderung der EU. Die LIBERALEN SENIOREN fordern eine europäische Politik, die diesen Transformationsprozess zusammen mit der älteren Generation auf-greift. Europa ist ein Gedanke, der noch immer zu wenig die Menschen ergreift. Wir brauchen mehr Begegnungen und Kontakte, wir brauchen Solidarität und ge-meinsames Tun aller Altersgruppen und aller Nationen. Die Chancen grenzüber-schreitender Zusammenarbeit müssen vermehrt diskutiert und eine stärkere Ver-netzung der Seniorenverbände innerhalb Europas erreicht werden. Die ältere Generation trägt für Europa eine besondere Verantwortung.


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