Im Mittelpunkt der Bundesvorstandsitzung der Liberalen Senioren standen zunächst die Ereignisse im Landtag von Thüringen. Der Bundesvorsitzende Detlef Parr hatte sich unmittelbar nach der Ministerpräsidentenwahl unmissverständlich für eine Korrektur des Landtagsbeschlusses ausgesprochen und die Distanz zum Verhalten der AfD zum Ausdruck gebracht. In der kritischen Diskussion bestätigte der Bundesvorstand diese Haltung. Die Liberalen Senioren richten jetzt aber den Blick nach vorne. Wichtig ist nun eine Rückbesinnung auf Grundwerte, hinter denen sich unsere Gesellschaft ohne Vorbehalte zusammenfindet und für die sie offensiv streitet, um unsere Demokratie und unsere Freiheit wirksam zu verteidigen – vor dem Hintergrund der schrecklichen Ereignisse in Hanau drängender denn je.
Auf dem FDP-Bundesparteitag werden die LiS zwei Anträge einbringen, die intensiv beraten und beschlossen wurden. Zum einen betrachten die Senioren mit Sorge den drohenden Arzneimittelnotstand. Sie fordern mehr Liefersicherheit und die Überprüfung der Rabattverträge. Zum zweiten setzen sich die LiS für eine Verbesserung der medikamentösen Versorgung älterer multimorbider Menschen ein. Ab dem 60. Lebensjahr sollen nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel wieder als Kassenleistung eingeordnet werden. Diese älteren Menschen sind ebenso schutzbedürftig wie Kinder (SGB V, bis zum 12. Lebensjahr).
Weiterhin beschloss der Bundesvorstand, im Oktober in Verbindung mit der Jahresmitgliederversammlung ein Forum unter der Überschrift „Zerstört die demographische Entwicklung unsere Sozialpolitik?“ durchzuführen. Wir wollen den Fragen der Zukunft des Generationenvertrages, der Altersversorgung und der drohenden Altersarmut nachgehen.
Detlef Parr
Bundesvorsitzender der Liberalen Senioren
Bildquelle: LiS