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„Klimanotstand“ - Hoffnung statt Angst

„Wenn Politik Ängste nicht lösungsorientiert aufnimmt, sondern noch verstärkt, halten wir das für grundsätzlich problematisch. Es ist ja gerade Aufgabe der Politik, Lösungen zu erarbeiten und den Menschen damit berechtigt Hoffnung zu machen. Das gilt auch für die zentrale Menschheitsaufgabe, die Auswirkungen des Klimawandels zu begrenzen. Es ist völlig klar: Die Pariser Klimaziele und die Klimaneutralität bis 2050, um das 1,5-Grad-Ziel zu erreichen, stellen uns alle in Verantwortung einen Beitrag dazu leisten. Aber das tun wir nicht, indem wir symbolisch einen „Notstand“ ausrufen. Gehen wir doch mit aller Entschlossenheit, aber optimistisch an das Thema heran - man kann die Ausgangslage nämlich auch positiv sehen: In der Begrenzung der Auswirkungen des Klimawandels besteht ein gemeinsam geteiltes Ziel. Gerade durch unser politisches und gemeinsames gesellschaftliches Handeln können wir zeigen, dass kein Notstand, sondern Hoffnung besteht

Warum nutzen wir also nicht die Kraft der „Stadtgesellschaft“, um die vor Ort passenden Konzepte zu entwerfen und umzusetzen? Warum lassen wir uns nicht einmal begeistern von den Innovationen, die von vielen kreativen Köpfen in unserem Land entworfen werden, von der menschlichen Erfinderfreude, von der Fähigkeit, mit neuer Technologie auch die größten Herausforderungen zu meistern? Warum machen wir uns nicht gemeinsam Gedanken, wie wir Emissionen senken, Natur- und Erholungsflächen schaffen, Artenvielfalt schützen, unsere Luft sauberer und unsere Heimatstadt noch lebenswerter machen?“

Die mit dem Klimawandel einhergehenden Risiken und Gefahren für die Umwelt und vor allem für die Menschen sind gravierend - an Entschlossenheit, die Auswirkungen möglichst gering zu halten, darf es daher nicht fehlen. Die hohe öffentliche Aufmerksamkeit und Zustimmung der Bürgerinnen und Bürger für eine wirksame Klimaschutzpolitik sind erfreulich. Diese Akzeptanz muss aber auch gesichert werden, wenn es um konkrete Maßnahmen geht. Eine emotional überladene, Untergangsszenarien entwerfende Rhetorik gefährdet diese Akzeptanz und ist einer sachlichen Debatte nicht zuträglich. Die Erklärung eines Klimanotstands lehnen wir daher ab.

Bildquelle: Liberale Senioren