Zur aktuellen Dauerschleife in Sachen Pflegeversicherung erklären der Bundesvorsitzende Elmar Conrads-Hassel und sein Stellvertreter Dirk-Heinrich Heuer von LiS-Deutschland:
„Ohne Frage muss die Pflegeversicherung reformiert und weiterentwickelt werden. Das ist gesellschaftlicher Konsens. Deshalb tut es Deutschland nicht gut, wenn die SPD in der Bundesregierung ausschließlich dadurch auffällt, dass sie grundlegende Reformen unnötig torpediert und verzögert. Dies unter den Deckmantel der ‚Gerechtigkeit‘ zu stellen, ist ein durchsichtiges Manöver, denn die Fakten liegen spätestens seit dem Frühsommer auf dem Tisch. Das ist reiner politischer Opportunismus, der uns nicht weiterbringt.“
Folgende Punkte sind uns bei dieser Reform besonders wichtig:
Gerechtigkeit bedeutet Wahlfreiheit: Pflegebedürftige und ihre Angehörigen verdienen maximale Selbstbestimmung. Pflegegeld und Sachleistungen müssen flexibler kombiniert werden können, um individuelle Lebensentwürfe bestmöglich zu unterstützen.
Mehr Eigenverantwortung durch Vorsorge: Neben der gesetzlichen Grundabsicherung müssen wir Anreize für eine kapitalgedeckte, private Pflegevorsorge stärken. Wer frühzeitig eigenverantwortlich vorsorgt, entlastet die nachfolgenden Generationen und sorgt für echte Generationengerechtigkeit.
Entlastung von Bürokratie: Pflegekräfte und pflegende Angehörige verbringen oft mehr Zeit mit Dokumentation als mit Betreuung. Ein konsequenter Bürokratieabbau setzt genau dort Ressourcen frei, wo sie gebraucht werden: direkt in der Versorgung und es sorgt für ein Plus an Menschlichkeit.
Wettbewerb und Vielfalt stärken: Ein starker Mix aus kommunalen, freien und privaten Anbietern sichert hohe Qualität, fördert Innovationen und schafft attraktive Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte.
Eine moderne Pflegepolitik bevormundet nicht, sondern befähigt. Sie sichert Hilfsbedürftige ab, wahrt die Leistungsgerechtigkeit für Beitragszahler und steht zu getroffenen Zusagen.